Ingwerbier

Ingwerbier

Seit ich das erste Mal einen Munich Mule (Rezept siehe unten) getrunken habe, bin ich ein riesen Fan von Ingwerbier, auch Ingwer Limonade genannt. Wusstet ihr, dass man einen Munich Mule immer aus dem Kupferbecher trinkt?
Das säuerliche Ingweraroma verleiht Drinks noch ein gewisses Extra. Damit ich Ingwerbier brauen konnte, musste ich mich allerdings zunächst einmal beim Zollamt als Privat – & Hobbybrauer anmelden.
Gemeldeter Hoby - & Privatbrauer

In Deutschland ist das Bierbrauen nämlich nur bis jährlich 200 Liter steuerfrei. Allerdings sollte die eingeschränkte Menge als Hobbybrauer kein Problem sein. Denn mehr als 200 Liter produziert man für den normalen Gebrauch meist eh nicht. Als Mitbringsel zu Partys aber sicher eine tolle Idee.
Die von mir gemessenen Probe des Bieres hatte übrigens ca. 5 – 5,5 % Alkohol.

Als ich mit den ersten Rezepturen anfing und ein paar Zusammensetzungen aus dem Internet ausprobierte, musste ich leider feststellen, dass die Qualität der Rezepte nicht so war, wie ich es mir erhofft hatte. Geschmacklich waren einige Reinfälle dabei und auch einige Flaschenexplosionen in meiner Küche 🙂
Vorsichtshalber habe ich euch weiter unten die Option gegeben Ingwerbeer zu kaufen. Ihr findet dort eine Übersicht meiner Lieblings – Ingwer Lemonades.

Ingwerbier

Letztendlich habe ich selbst ein Rezept entwickelt und ein nach einem Rezept aus dem Buch „Burger“ von Gina Steer leicht abgewandelt. Das Rezept in „Burger“ von Gina Steer ist an sich sicherlich das Beste, bei einem Vorlauf von 2 Wochen allerdings leider schwerer einsetzbar.

Im Lauf der Zeit, in der ich verschiedene Zusammensetzungen ausprobiert habe, bin ich allmählich bei meinen Rezepten für Ginger Beer von frischem Ingwer abgekommen. Stattdessen nehme ich Ingwerpulver, wodurch der Geschmack kontinuierlicher ist. Und auch von den Kosten her macht das Rezept so mehr Sinn.

[ultimate-recipe id=“8529″ template=“default“]Ingwerbier - Ansatz

[ultimate-recipe id=“8530″ template=“default“]

Meine Lieblingssorten Ingwerbier

Natürlich kann man sein Ginger Beer nicht immer selbst machen. Es gilt wie auch überall, dass man seine Lieblingssorte finden muss. Auf dem Markt gibt es mitterweile ein breites Spektrum an Ingwer Lemonades.
Ich habe für euch mal eine kleine Auswahl zusammengestellt.

2016-08-23T10:03:03+00:00 Januar 30th, 2014|Bierrezepte, happy brew|

16 Comments

  1. spyri 12. Februar 2014 at 12:17 pm - Reply

    Hi, das klingt sehr interessant und nachahmenswert. Zwei Nachfragen: Ingwerpulver ist kein Spezialprodukt, sondern einfach das, was man im Gewürzregal findet? Und: Trockenhefe meint ebenfalls kein spezielles Brauereiprodukt, sondern normale Instant-Backhefe?
    Danke für eine Antwort.

    • happy plate 12. Februar 2014 at 12:43 pm - Reply

      Jepp und Jepp. Die Zutaten kriegst du einfach im Supermarkt. Das Rezept ist leicht umzusetzen, aber vom Geschmack her riesig. 🙂

      • spyri 12. Februar 2014 at 12:45 pm - Reply

        Cool, danke für die schnelle Antwort, werd ich mal ausprobieren.

      • spyri 12. Februar 2014 at 12:54 pm - Reply

        Oh, noch eine Frage. Du gibst am Anfang die Trockenhefe in den Ansatz. Wenn du am 7. Tag den Ansatz und die Hälfte der Hefe in den Topf gibst, welche Hälfte Hefe meinst du dann? Quasi das, was eventuell auf dem Passiertuch zurückbleibt?

        • happy plate 12. Februar 2014 at 1:00 pm - Reply

          Genau, wenn du den Ansatz durch das Passiertuch drückst, bleibt einiges an Hefe im Tuch zurück. Von den Rückständen rührst du dann die Hälfte mit in das Ingwerbier ein, füllst es ab & kühlst es. Beim Abfüllen immer mal zwischendurch durchrühren.
          Die restliche Hefe stelle ich auch seperat kühl, wenn ich nicht gleich einen neuen Ansatz starte 😉

  2. spyri 17. Februar 2014 at 11:58 am - Reply

    Die Fragen und kein Ende 🙂 Ich füttere nun seit Mittwoch, aber es tut sich, zumindest optisch, nix. Unten setzt sich Ingwer und Hefe ab, oben bleibt leicht verfärbtes Wasser. Ich nehme an, es sollte in irgendeiner Form „lebendig“ aussehen, oder? Hefekultur, Sauerstoffblasen, oder dergleichen?

    • happy plate 17. Februar 2014 at 12:07 pm - Reply

      http://avadatest.happyplate.de/wp-content/uploads/2014/01/Ingwerbier-III.jpg
      Das Foto dazu ist etwas zur gleichen Zeit entstanden (Ist leicht überlichtet), aber so sieht es bei mir nach ca. 5 Tagen aus. Du solltest eine schwache Schaumbildung haben. Optisch ist aber generell auch nciht so viel bei mir passiert. Achte darauf, dass dein Zuckerwasser später nciht so heißß ist und wenn du die Flüssigkeit in der Plastikflasche hast, sollte schon ein wenig mehr Druck nach 2-3 Tagen im Kühlschrank auf den Flaschen sein. Dann bist du auf dem sicheren Weg 🙂

      • spyri 17. Februar 2014 at 12:11 pm - Reply

        Danke! Mal sehen, ich bleib am Ball, vielleicht tut sich ja noch was, weil es seine Zeit braucht.

  3. Dietmar 7. Juli 2014 at 12:14 am - Reply

    Hast Du das auch schon mal mit weniger Zucker versucht?
    Nach einem Rezept von Emma Christensen in „Getränke – naturrein und hausgemacht“ reicht 1 EL Zucker für 2 Liter Limo. Wenn es nicht süß genug ist, kann man mit Stevia oder Süßstoff nachhelfen.
    Bei ihr werden geraspelter Ingwer, Zucker, Salz, Zitronensaft, Wasser und Hefe in eine große Plastikflasche gegeben. Nicht ganz füllen. Nach ein, zwei Tagen in der Wärme kann man dann die Flasche nicht mehr eindrücken und sieht so, dass die Limo fertig ist. Dann ab in den Kühlschrank. Und Vorsicht beim Öffnen!

    • happy plate 7. Juli 2014 at 6:41 am - Reply

      Hi Dietmar, im Laufe meiner Rezeptentwicklung habe ich viele Versionen ausprobiert und habe mich aus geschmacklichen und Performancegründen gegen frischen Ingwer Ingwer und Flaschengärung entschlossen. Da gab es die ein oder andere Explosion in meiner Kueche 😉

      • Dietmar 7. Juli 2014 at 11:26 pm - Reply

        ok, dann werde ich das mal mit Ingwerpulver versuchen. Ist ja auch einfacher so.
        Flaschengärung in der Plastikflasche hat bei mir noch zu keiner Explosion geführt. Ich finde es praktisch, weil man so leicht die Entwicklung testen kann: ist die Flasche prall und lässt sich nicht mehr eindrücken, kann man die Flasche in den Kühlschrank stellen.
        Meinst Du, man könnte auch weniger Zucker nehmen und am Ende mit Stevia nachsüßen, falls nötig?

        • happy plate 8. Juli 2014 at 10:43 am - Reply

          Ich denke, möglich ist alles. Zielführung bei mir war ja wirklich einen Alkoholgehalt herhorzubringen, der Adequat zu dem von Bier ist.
          Weniger Zucker heißt ja auch weniger Hefewachstum und somit weniger Kohlensäurebildung und Alkohol. Wäre jetzt zumindest mein erster Gedanke aus dem Stehgreif. Nachsüssen müsste dann aja auch klappen. Kannst mir ja mal erzählen, ob es bei dir geklappt hat.

  4. Erbsi 15. März 2015 at 2:05 pm - Reply

    Ich hab eine Frage zum Rezept von Gina Steer: Da steht unter Punkt drei „Esslöffel Ingwerpulver“ während sonst immer nur von Teelöffeln die Rede ist. Ist das vielleicht ein Tippfehler? Das Rezept von dir werde ich jedenfalls demnächst mal versuchen. 🙂

    • happy plate 16. März 2015 at 10:05 am - Reply

      Danke für das Aufmerksam machen! Da hast du natürlich recht. Bin gespannt auf dein Feedback! Schmeckt auf jeden Fall sehr lecker! 🙂

  5. Sabine 15. November 2016 at 4:24 pm - Reply

    Ich bin mal so frei und geb nen Feedback zu Rezept 1 🙂
    Hab damit etwas experimentiert und finde geschmacklich diese Variation super:
    * Wasser 2500 ml, Zucker, Hefe wie Rezept
    * 80 g frischen Ingwer schälen, sehr fein reiben oder hacken, mit 500ml Wasser kurz aufkochen
    * statt Saft von 1 1/2 Zitronen hab ich Saft von 1 Zitrone + 1 Orange genommen, beides in BioQualität, denn ich hab die Schalen abgerieben und mit reingetan. Das gibt ein ziemlich gutes zusätzliches Aroma und harmoniert perfekt mit dem Ingwer.

    Danke für das tolle Grundrezept! Hab lange gesucht und das war echt sehr schön & einfach!

    • Björn 18. November 2016 at 9:59 pm - Reply

      Hi Sabine,
      das ist eine tolle Kombination. Die muss ich unbedingt mal testen. Ich hatte am Anfang auch Probleme gehabt ein tolles Rezept zu finden. Daher bin ich sehr auf deine Version gespannt.
      happy Grüße,
      Björn

Leave A Comment